Manchmal braucht man etwas länger um bestimmte Sätze wirklich zu verstehen. "Alles Tun hat seine Zeit" , ja, natürlich kann man nicht Weihnachten im August feiern, und man kann nicht dauernd fröhlich oder traurig sein.
Aber das ein Brief mir diesen Satz einmal bestätigt, damit habe ich nicht gerechnet.
Seit September warte ich auf ein Päckchen, das im Grunde nur wenige Tage nach meiner Abreise in Deutschland abgeschickt wurde. Erzählte ich irgendjemandem davon, dass es bisher keine Nachricht über den Verbleib des Päckchens hätte, so erntete ich auch gerne einmal großes Gelächter und miteidige Blicke für meine Hoffung, das Päckchen könne doch noch ankommen.
Am Dienstag dann endlich eine Nachricht, ich könne in Bonanjo bei de Post ein Packet abholen.
Also ging es Donnerstag frohen Mutes dort hin. Dort erwartete mich dann jedoch eine andere freudige Überraschung, nämlich ein Weihnachtspäckchen in rotem Glitzerpapier das dafür sorgte, dass das Grinsen gar nicht mehr von meinem Gesicht verschwinden wollte.
Michelle, der mich begleitet hatte, fragte dann noch, ob das den nun das Päckchen sei, das ich erwarte. Da dem nicht so war baht er darum die handscrfitlich geführten Bücher durchsehen zu dürfen, in denen die Ankunft von Packeten vermerkt wird. Die Dame machte uns zwar wenig Hoffung etwas zu finden, aber auf einen Versuch, kann man es ja ankommen lassen.
Und siehe da, direkt auf der ersten Seite steht in Großbuchstaben mein Name. Wenig erfreut verschwand die Dame dann noch einmal im Lager um mit einem äußerst zerflederten Umschlag wieder zu kommen, der nur noch durch Klebeband zusammen gehalten wird, durch Zufall sieht der bestimmt nicht so aus. Dies Vermutung bestätigt sich auch recht bald, als nämlich auffällt, dass von der angegebenen Schokolade gerade mal noch eine Verpackung übrig geblieben ist.
Dennoch, ein Brief, ein Buch und eine Wochenzeitung sind angekommen, ich kanns nicht fassen :-).
Ich gebe zu, die letzten Tage waren nicht umbedingt die leichtestes wenn ich so auf meine bisherige Zeit hier zurück blicke. Da kamen diese beiden Päckchen gerade zur richtigen Zeit.
Das Buch dieses verschollenen Päckchens war es dann, das mich an den oben genannten Satz erinnerte.
Meine Mutter hat dieses Buch ( " ich bin dann mal weg" von Hape Kerkeling) vor ungefähr 2 Jahren zum Geburtstag bekommen. Ich wollte es damals umbedingt lesen, musste aber nach einigen Seiten aufgeben, irgendwie hat das Buch einfach nicht gepasst.
Jetzt halte ich es wieder in den Händen, und merke, es passt. Nach zwei Sätzen kann ich es kaum beiseite legen und heute, Samstagmittag, habe ich es nach knapp 2 Tagen durchgelesen.
Zurück bleibt viel Hoffnung, die Sehnsucht nach meinen Freunden und einem schönen Gespräch mit ihnen, so wie eine unerklärliche Lust aufs Wandern, die ich von mir ganz und gar nicht kenne.
Alles Tun hat seine Zeit, die Zeit für dieses Buch war genau jetzt. Ob da wer seine Hände im Spiel hatte, dass es erst jetzt ankam? Wer weiß, auf jeden fall schön das es so war.
Viele liebe Grüße, und ein besonders dickes Dankeschön an meine lieben Postengel, so wie alle die sich auch aus der Ferne meine Wegbegleiter sind.
Bis bald, Lena
Samstag, 14. Januar 2012
Weihnachten am Strand
Ich glaube vor keinem Datum in diesem Jahr wurden wir so oft gewarnt wie vor Weihnachten. Immer wieder wurde uns gesagt, dass es wohl die schlimmste Zeit des Jahres wäre, in der man Freunde und Familie am meisten vermisse. Der Tipp also: Bloß nicht alleine verbringen, und sich etwas schönes vornehmen.
Gesagt getan. Nach der Rückkehr aus Foumban am Freitagabend machten Hanna und ich uns gegen 8 Uhr am Samstagmorgen auf nach Akwa ( Stadtviertal Doualas) um von dort aus einen Bus nach Kribi zu nehmen. Erst mal hieß es dann natürlich: warten. Aber Gott-sei-dank nur knapp 2 Stunden, dann für der Bus sogar eine Viertelstunde zu früh ab in Richtung Urlaub und Strand :-)
Nach knapp dreieinhalb Stunden dann die Ankunft in Kribi, endlich, eine Woche Strand liegt vor uns. Also schnell zu CAFF, einem Seminarzentrum, in dem man sehr günstig übernachten kann. Zwar hat man nicht wie sonst die Hotels einen Privatstrand, aber dafür läuft man einmal durch dir "Vorgärten" der Menschen, die auf der anderen Straßenseite wohnen und schon ist man an einem Strand, wo sonst nur ein paar Fischerboote liegen. Einfach wunderschön.
Nur knapp eine halbe Stunde nach uns, kam dann auch Ina an. Sie arbeitet eigentlich als Dozentin an der Universität in Yaoundé und hatte über Natalie, nach Weihnachtsbegleitung gesucht.
Danach gings kurz in die Stadt, Weihnachtsbaum kaufen. Ein wenig handeln und schon hatten wir ein Plastikbäumchen, 6 Kugeln und drei Glitzerflimmergirlanden, und damit ging es dann wieder zurück zum Stand. Dort wurde das Bäumchen dann eingepflanzt und geschmückt. Er war sie schräg hässlich, dass er schon wieder schön war :-D eben unser eigener typisch kamerunischer Weihnachtsbaum.
Als Weihnachtsessen war dann eigentlich ein schönes Picknick mitBaguette, Avocado, Bananen und Tartina am Strand geplant. Was wir dabei nicht bedacht hatten, mit der Dämmerung tauchen überall Kraben auf. Leicht fluchtartig ging es also zurück zu CAFF. Nach dem Picknick gab es dank Päckchen von zu Hause für Hanna und mich noch ein klein wenig Bescherung :-).
Und das war auch schon der Heilig Abend.
Tag zwei haben wir dann vor allem am Strand verbracht. Diesmal jedoch direkt in Kribizentrum. Nachdem am Vormittag noch alles wie ausgestorben war, kamen gegen frühen Nachmittag wie aus dem Nichts Menschenmassen an den Strand. Erwachsene und Kinder in schicken Kleidern und Anzügen, die Kinder mit Autos und Puppen unter dem Arm. Abends gabs dann Pizza :-)
FORTSETZUNG FOLGT ....
Gesagt getan. Nach der Rückkehr aus Foumban am Freitagabend machten Hanna und ich uns gegen 8 Uhr am Samstagmorgen auf nach Akwa ( Stadtviertal Doualas) um von dort aus einen Bus nach Kribi zu nehmen. Erst mal hieß es dann natürlich: warten. Aber Gott-sei-dank nur knapp 2 Stunden, dann für der Bus sogar eine Viertelstunde zu früh ab in Richtung Urlaub und Strand :-)
Nach knapp dreieinhalb Stunden dann die Ankunft in Kribi, endlich, eine Woche Strand liegt vor uns. Also schnell zu CAFF, einem Seminarzentrum, in dem man sehr günstig übernachten kann. Zwar hat man nicht wie sonst die Hotels einen Privatstrand, aber dafür läuft man einmal durch dir "Vorgärten" der Menschen, die auf der anderen Straßenseite wohnen und schon ist man an einem Strand, wo sonst nur ein paar Fischerboote liegen. Einfach wunderschön.
Nur knapp eine halbe Stunde nach uns, kam dann auch Ina an. Sie arbeitet eigentlich als Dozentin an der Universität in Yaoundé und hatte über Natalie, nach Weihnachtsbegleitung gesucht.
Danach gings kurz in die Stadt, Weihnachtsbaum kaufen. Ein wenig handeln und schon hatten wir ein Plastikbäumchen, 6 Kugeln und drei Glitzerflimmergirlanden, und damit ging es dann wieder zurück zum Stand. Dort wurde das Bäumchen dann eingepflanzt und geschmückt. Er war sie schräg hässlich, dass er schon wieder schön war :-D eben unser eigener typisch kamerunischer Weihnachtsbaum.
Als Weihnachtsessen war dann eigentlich ein schönes Picknick mitBaguette, Avocado, Bananen und Tartina am Strand geplant. Was wir dabei nicht bedacht hatten, mit der Dämmerung tauchen überall Kraben auf. Leicht fluchtartig ging es also zurück zu CAFF. Nach dem Picknick gab es dank Päckchen von zu Hause für Hanna und mich noch ein klein wenig Bescherung :-).
Und das war auch schon der Heilig Abend.
Tag zwei haben wir dann vor allem am Strand verbracht. Diesmal jedoch direkt in Kribizentrum. Nachdem am Vormittag noch alles wie ausgestorben war, kamen gegen frühen Nachmittag wie aus dem Nichts Menschenmassen an den Strand. Erwachsene und Kinder in schicken Kleidern und Anzügen, die Kinder mit Autos und Puppen unter dem Arm. Abends gabs dann Pizza :-)
FORTSETZUNG FOLGT ....
Dienstag, 10. Januar 2012
Foumban - ein Lehrerausflug mit Hindernissen
Schon seit Anfang des Schuljahres wird uns davon erzählt: die Reise aufgrund des Partenariats. Einmal im Jahr treffen sich das Personal der Collèges der EEC aus Foumban, Nkongsamba, Douala und Bafoussam um einige Tage gemeinsam zu arbeiten und sich aus zu tauschen.
Das diesjährige Treffen sollte in Foumban stattfinden, dies liegt im Westen Kameruns, und beheimatet unter anderem den Sultanspalast des Sultan von Bamoun. Außerdem ist es zu mindest nacht einiges kälter als in Douala.
Das erste Hinderniss war für Hanna und mich überhaupt heraus zu finden, wann wir nach Foumban fahren. Schlussendlich wurde die Reise für den 20 bis 23 Dezember festgelegt ( Änderungen vorbehalten^^).
Zweites Hinderniss: der Partenariatsstoff. Wie für fast jedes größere oder kleinere Ereigness so gab es auch für das Partenariat einen bestimmten Stoff, aus welchem sich alle Anwesenden für den Festgottesdienst eine Kaba oder eine Hose und ein Hemd schneidern lassen sollten. Ich wusste nicht das es sich so schwierig gestallten kann an ein bisschen Stoff zu kommen. Nachdem wir jedoch von einem zum Nächsten geschickt worden waren standen wir am Ende doch ohne Kaba da :-(.
Montag vor der Abreise hieß es dann noch Bücher in Kartons packen, die unsere Schule an die anderen Schulen schenken wollte, da unser Archiv eh einige Bücher in 50facher Ausgabe hat.
Ich möchte eigentlich wirklich keine Clichés stützen, aber hier nun zu den Zwei größten Schwächen der (meisten) Kameruner. Man könnte es auch fast als eine bezeichnen, denn sie sind sehr nah mit ein ander verwandt:
Planung
Zeitabsprachen
Montag erfuhren wir ( mehr durch Zufall), dass wir statt Dienstag um 22 Uhr erst Mottwoch um 5 Uhr morgens losfahren wollten. Gleichzeitig bekamen wir von einem unserer Mentoren den Hinweis, dass wir nicht vor 6 da zu sein brauchten, alles bis halb 7 wäre ok.
Wer hat eine Ahnung wann es los ging?
Lösung: kurz nach 8 Uhr.
Das Partenariat bestand dann vor allem aus Essen, Fussball, Musik und Gottesdiensten. Die Diskussion und der Runde Tisch faden auf Grund der Verschiebungen des Programms gegen 22 Uhr statt, danach wurde noch gefeiert ( Hanna und ich haben dann gegen 24 Uhr doch lieber geschlafen als getanzt).
Für den Ausflug ins Museum und zum Sultans Palast blieb dann leider keine Zeit mehr.
Aber die Rückreise selbst, war den Weg dann schon wert. Neben der Straße erstreckten sich auf den Bergen und durch die unendlich weit scheinenden täler der Regenwald, mit Wasserfällen. Vor den Häusern trocknen die Menschen Mais und Kaffe. Ein ganz anderes Kamerun, als dass, das wir jeden Tag in Douala zu sehen bekommen.
Da wird ein Leben ohne Strom in einer Holzhütte plötzlich sehr erstrebenswert, wenn man dafür dieses Naturwunder direkt vor der Türe hat.
Liebe Grüße, Lena
Das diesjährige Treffen sollte in Foumban stattfinden, dies liegt im Westen Kameruns, und beheimatet unter anderem den Sultanspalast des Sultan von Bamoun. Außerdem ist es zu mindest nacht einiges kälter als in Douala.
Das erste Hinderniss war für Hanna und mich überhaupt heraus zu finden, wann wir nach Foumban fahren. Schlussendlich wurde die Reise für den 20 bis 23 Dezember festgelegt ( Änderungen vorbehalten^^).
Zweites Hinderniss: der Partenariatsstoff. Wie für fast jedes größere oder kleinere Ereigness so gab es auch für das Partenariat einen bestimmten Stoff, aus welchem sich alle Anwesenden für den Festgottesdienst eine Kaba oder eine Hose und ein Hemd schneidern lassen sollten. Ich wusste nicht das es sich so schwierig gestallten kann an ein bisschen Stoff zu kommen. Nachdem wir jedoch von einem zum Nächsten geschickt worden waren standen wir am Ende doch ohne Kaba da :-(.
Montag vor der Abreise hieß es dann noch Bücher in Kartons packen, die unsere Schule an die anderen Schulen schenken wollte, da unser Archiv eh einige Bücher in 50facher Ausgabe hat.
Ich möchte eigentlich wirklich keine Clichés stützen, aber hier nun zu den Zwei größten Schwächen der (meisten) Kameruner. Man könnte es auch fast als eine bezeichnen, denn sie sind sehr nah mit ein ander verwandt:
Planung
Zeitabsprachen
Montag erfuhren wir ( mehr durch Zufall), dass wir statt Dienstag um 22 Uhr erst Mottwoch um 5 Uhr morgens losfahren wollten. Gleichzeitig bekamen wir von einem unserer Mentoren den Hinweis, dass wir nicht vor 6 da zu sein brauchten, alles bis halb 7 wäre ok.
Wer hat eine Ahnung wann es los ging?
Lösung: kurz nach 8 Uhr.
Das Partenariat bestand dann vor allem aus Essen, Fussball, Musik und Gottesdiensten. Die Diskussion und der Runde Tisch faden auf Grund der Verschiebungen des Programms gegen 22 Uhr statt, danach wurde noch gefeiert ( Hanna und ich haben dann gegen 24 Uhr doch lieber geschlafen als getanzt).
Für den Ausflug ins Museum und zum Sultans Palast blieb dann leider keine Zeit mehr.
Aber die Rückreise selbst, war den Weg dann schon wert. Neben der Straße erstreckten sich auf den Bergen und durch die unendlich weit scheinenden täler der Regenwald, mit Wasserfällen. Vor den Häusern trocknen die Menschen Mais und Kaffe. Ein ganz anderes Kamerun, als dass, das wir jeden Tag in Douala zu sehen bekommen.
Da wird ein Leben ohne Strom in einer Holzhütte plötzlich sehr erstrebenswert, wenn man dafür dieses Naturwunder direkt vor der Türe hat.
Liebe Grüße, Lena
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