Schon seit Anfang des Schuljahres wird uns davon erzählt: die Reise aufgrund des Partenariats. Einmal im Jahr treffen sich das Personal der Collèges der EEC aus Foumban, Nkongsamba, Douala und Bafoussam um einige Tage gemeinsam zu arbeiten und sich aus zu tauschen.
Das diesjährige Treffen sollte in Foumban stattfinden, dies liegt im Westen Kameruns, und beheimatet unter anderem den Sultanspalast des Sultan von Bamoun. Außerdem ist es zu mindest nacht einiges kälter als in Douala.
Das erste Hinderniss war für Hanna und mich überhaupt heraus zu finden, wann wir nach Foumban fahren. Schlussendlich wurde die Reise für den 20 bis 23 Dezember festgelegt ( Änderungen vorbehalten^^).
Zweites Hinderniss: der Partenariatsstoff. Wie für fast jedes größere oder kleinere Ereigness so gab es auch für das Partenariat einen bestimmten Stoff, aus welchem sich alle Anwesenden für den Festgottesdienst eine Kaba oder eine Hose und ein Hemd schneidern lassen sollten. Ich wusste nicht das es sich so schwierig gestallten kann an ein bisschen Stoff zu kommen. Nachdem wir jedoch von einem zum Nächsten geschickt worden waren standen wir am Ende doch ohne Kaba da :-(.
Montag vor der Abreise hieß es dann noch Bücher in Kartons packen, die unsere Schule an die anderen Schulen schenken wollte, da unser Archiv eh einige Bücher in 50facher Ausgabe hat.
Ich möchte eigentlich wirklich keine Clichés stützen, aber hier nun zu den Zwei größten Schwächen der (meisten) Kameruner. Man könnte es auch fast als eine bezeichnen, denn sie sind sehr nah mit ein ander verwandt:
Planung
Zeitabsprachen
Montag erfuhren wir ( mehr durch Zufall), dass wir statt Dienstag um 22 Uhr erst Mottwoch um 5 Uhr morgens losfahren wollten. Gleichzeitig bekamen wir von einem unserer Mentoren den Hinweis, dass wir nicht vor 6 da zu sein brauchten, alles bis halb 7 wäre ok.
Wer hat eine Ahnung wann es los ging?
Lösung: kurz nach 8 Uhr.
Das Partenariat bestand dann vor allem aus Essen, Fussball, Musik und Gottesdiensten. Die Diskussion und der Runde Tisch faden auf Grund der Verschiebungen des Programms gegen 22 Uhr statt, danach wurde noch gefeiert ( Hanna und ich haben dann gegen 24 Uhr doch lieber geschlafen als getanzt).
Für den Ausflug ins Museum und zum Sultans Palast blieb dann leider keine Zeit mehr.
Aber die Rückreise selbst, war den Weg dann schon wert. Neben der Straße erstreckten sich auf den Bergen und durch die unendlich weit scheinenden täler der Regenwald, mit Wasserfällen. Vor den Häusern trocknen die Menschen Mais und Kaffe. Ein ganz anderes Kamerun, als dass, das wir jeden Tag in Douala zu sehen bekommen.
Da wird ein Leben ohne Strom in einer Holzhütte plötzlich sehr erstrebenswert, wenn man dafür dieses Naturwunder direkt vor der Türe hat.
Liebe Grüße, Lena
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