Dienstag, 20. Dezember 2011

Bis Weihnachten, bis Weihnachten ist nicht mehr weit....

Nur noch 4 Tage bis Weihnachten. Das klingt geradezu unglaublich. Denn Weihnachtstimmung will hier beim beste Willen nicht aufkommen. 30 Grad Außentemperatur und bewölkter Himmel machen es schwer zu glauben das schon Dezember sein soll.
Dennoch kann man auch hier Weihnachten nicht entfliehen, Plastiktannenbäume in den Geschäften und teilweise auch auf der Straße zu verkaufen, Glitzergirlanden, und aufbalsbare Weihnachtsmänner, das alles verursacht bei mir eher Anti-Weihnachtsstimmung. Selbst der Weihnachtsmarkt mit Krippe konnte das nicht ganz ändern
Was hingegen hilft, der Deutschclub, der "Schneeflöckchen" und "Dicke rote Kerzen" singt. Genauso mein Adventskalender und Plätzchenbacken mit Hanna ( das absolute Highlight).
Weihnachten wird dieses jahr am Strand gefeiert, in Kribi :-).

Nun schicke ich noch meine Weihnachtswünsche in die Welt hinaus: frohe und besinnliche Weihnachten nach Kamboscha, nach Indien, nach China, nach Tanzania, nach Ghana, nach Costa Rica, nach Kamerun, nach Österreich, in die Schweiz und natürlich nach Deutschland. ( und an alle anderen auch)
Lasst uns nicht vergessen das die Liebe und die Menschen die uns wichtig sind, dass wichtigste an Weihnachten sind.
In diesem Sinne, alles Liebe und bis bald, Lena

Journée portes ouvertes chez DUCA

DUCA ( Donner une chance à l'avenir) ist nicht nur der Arbeitsplatz von Marie, der dritten EED-Freiwilligen hier in Douala, es ist auch ein wenig zweite Heimat.
Zwei Nachmitttag in der Woche lerne ich dort im Atelier de Couture wie man kleine Taschen, Mäppchen, Kulturbeutel und vieles mehr näht. Und das nicht nur mit den normalen elektrischen Maschinen sondern zu meiner großen Freude auch mit einer mit Fußkraft betriebenen :-).
Das große Ziel: selber Kabas, Hemden und die wunderschönen Kleider nähen können, die hier viel der Frauen tragen.
Die Frauen des Ateliers, sind unglaublich nett, und waren zB mit uns auf Ngondo, außerdem arbeitet hier unsere liebe Mentorin Florentin, die uns stehts mit Rat und Tat zur Seite steht, und auch Pauline ( eigentlich Maries Tutorin) hat sich vor allem am Anfang viel mit unseren Problemen rumgeschlagen.
Da ist es gaz selbstverständlich das wir uns den Tag der offenen Türe diese Organisation nicht entgehen lassen durften.
DUCA (= der Zukunft eine Chance geben) wurde von einer Schweizerin ins Leben gerufen und soll or allem jungen Frauen, die keine abgeschlossene Schulbildung haben, die Möglichkeit geben in zwei Monaten ein Zertifikat zu erhalten und im Anschluss daran möglichst auch eine Ausbildung zu finden. Zum Programm gehören Informatikkurse, Nähkurse, Koch- und Backkurse und wöchetliche Diskusionen zu Themen wie Gleichberechtigung zwischen Mann und Frau, Aids etc, sowie Kurse zur persönlichen Entwicklung.
Auf dem Tag der offenen Tür präsentierte sich nicht nur die unterschiedlichen Arbeitsbereiche in dem zB Speisen und selbstgemachte Säfte zum Verkauf standen und auch das Atelier de Couture mit reichem Angebot aufwartete, auch viele Ehemalige boten ihre Dienste an, um zu zeigen, was eine Ausblidung bei DUCA ihnen gebracht hat.
Es gab Elektriker, Dekorateure, T-Shirtdruck und Frisöre.
So gingen Hanna und ich dann auch beide mit Rastazöpfen nach Hause.
In diesem Eintrag sind zwei Links zu finden, unter denen man wieter Informationen zu DUCA finden kann. Leider sind diese auf Französisch. Falls jemand weitere Informationen zu dieser Organisation haben möchte bin ich gerne beriet auf Fragen zu Antworten oder Kontakt zu Marie oder anderen Ansprchpartnern herzustellen.
Viele liebe Grüße ( jetzt wieder ohne Rastas), Lena

Lebenszeichen

Ups, so lange ist das schon her. Fast 4 Wochen habe ich nichts vn mir hören lassen. Nein, es war keine Panne des Internets, mir fehlte einfach die Zeit. Die Wochen verliefen wie immer, und abends war ich oft einfach zu ko um noch zu schreiben. An den Wochenden dann gab es so viel Programm, das auch dann einfach die Zeit fehlte um etwas zu schreiben.
Nachdem Hanna und ich gestern noch einmal kurz in der Schule waren haben nun aber die Weihnachtsferien begonnen. Auch diese sind schon wieder ziemlich verplannt, da wir morgen Früh zu einer Reise nach Foumban (eine Stadt im Westen) aufbrechen um dort drei Tage lang im Zuge des Partenariats des Collège Evangélique de New Bell mit drei weitern Schulen der EEC zu verbringen.
Zum Programm kann ich noch nichts genaues sagen, eine Fetszeremonie ist wohl dabei, Fussball und ein wenig Tourismus, und das ganze bis Freitagmittag. Dann geht es nämlich schon wieder zurück nach Douala, schließlich ist Samstag Weihnachten. Aber Weihnachten ist ein ganz eigenes Thema hier. Dazu in einem späteren Eintrag ( ich setzte mich heute gleich an mehrere und hoffe das das Internet nach dem Stromausfall gestern heute durchhält).
Also, alles Liebe und bis gleich ;-)
Lena

Sonntag, 11. Dezember 2011

Ngondo- Die Sawa ehren den Wouri

Schon vor unserer Abreise nach Kamerun, auf dem Ausreiseseminar im Juli wurde uns von Ngondo berichtet. Ein kameruner Stipendiant des EED berichtete uns von seinem Land und seiner Stadt Douala. Unter anderm von Ngondo: "da müsst ihr einfach hin".
Seit dem hatten wir alle uns sehr darauf gefreut. Schon lange im Vorraus wurde geplant, dass Natalie aus Bafoussam zu uns nach Douala kommen würde so das wir alle gemeinsam dieses kulturelle hightlight erleben könnten.
Wie zu jeder größeren oder kleineren Veranstalltung ( von Beerdigungen, über die Presidentenwahl bis zum Weltfrauentag) gibt es auch für Ngondo jedes jahr einen besonderen Stoff der nur für diese Gelegenheit gedruckt wird.
Daher haben natürlich auch wir uns etwas von diesem Stoff gekauft und uns entsprechende Kabas schneidern lassen. Kabas sieht man auf den Straßen Doualas jeden Tag. Es sind sehr weite Kleider, die obwohl sie alle nach dem gleichen Grundschnittmuster gefertigt sind, immer wieder unterschiedlich aussehen, mal lange mal kurze Ärmel, unterschiedlichste Kragen etc.
Am Sonntag morgen ging es dann mit Madeleine und Emilienne zu "Base elf",großen Wiesen direkt am Wouriufer. Dort waren bereits Zelte und die obligantorischen Plastikstühle aufgebaut und uns wurde ein Platz zugewiesen.
Zum Programm gehörten: das Pirogenrennen ( riesige Kanus mit mindestens 20 Männern),
verschiedene tradiionelle Tänze, das Finale des Ringkampfes und natürlich die Befragung der Ahnen.
Ein Mann taucht mit einem großen Kessel auf den Grund des Wouri. Dort erwartet er die Botschaft der Ahnen, mit der er wieder an die Oberfläche kommt. Diese Botschaft bestimmt das gesamte nächste Jahr und ist Motto des nächsten Ngondo.Der Kessel wird dann einem der Chefs der verschiedenen Gruppen übergeben, in dem dieser ihn 9 mal ausgehändigt bekommt.
Das Moto des diesjährigen Ngondo war für mich ein ganz besonderes "Musango" auf deutsch Frieden.
Dieses Jahr dann ergab sich eine ganz besondere Situation, die Ahnen hatten kein neues Moto verkündet. Viel mehr soll das Moto Musango auch für das nächste Jahr vortgeführt werden.

Nach den Feiern am Woriufer ging es ins Stade d'Akwa, ein Sportstadion, in dem viele verschiedene Essensstände aufgebaut waren, bei denen eine Vielzahl kamerunischen Essens angeboten wurde: Poison brissé, Ndolé, Mjondo, Patate fritté und, und, und.
Außerdem gab es eine Bühne mit Livemusik, sodass wir bis 18 Uhr unter freiem Himmel tanzen konnten.

Dann hieß es aber auch scon nach Hause fahren, denn ab 18 Uhr wird es dunkel und damit nimmt die Sicherheit ganz eindeutig ab.

Alles in allem ein wunderschöner Tag und viele tolle Erinnerungen,
Liebe Grüße, lena









Marie, Hanna, zwei unbekannte und ich in der aus dem Motostoff gefertigten traditionelle

Kleidung (ja, auch die Männer tragen hier Röcke)












Im Kreis: Hanna, Emelienne, Marie, Natalie, Madleinne, Tatiana, Ich

Sonntag, 27. November 2011

Von Kamelkühen und Plastiktütenbäumen

Heute hieß es trotz Wochenende einigermaßen früh aufstehn. Mit gepacktem Rucksack ging es auf, zunächst mit Marie und Hanna bei Mobil Guinesse treffen um dann das nächste Taxi zu round point Deido zu nehmen. Von da aus fahren nämlich Taxen und PrivatPKWS die einen für ca 2000 CFA, also knapp 3,5 € pro Person nach Limbé fahren. Limbé liegt genau wie Douala an der Küste, ist jedoch einiges kleiner, ruhiger und hat im Gegensatz zu Douala schöne Strände zum Schwimmen.
Wir hatten sogar richtig Glück, statt wie oft zu viert auf dem Rücksitz eingequetsch zu werden durften wir drei es uns dort gemütlich machen, und so ging es los.
Über die Wouribrück nach Bonaberi, dem einzigen Stadtteil Doualas auf der anderen Seite des Flusses, dann rasu aus der Stadt und auf der Straße weiter ins Grüne. An uns flogen Kautschukplantagen, Palmen und der Regenwald, kleinere Städte und Radrennfahrer vorbei. Außerdem begegneten wir der ein oder anderen Kuhherde. Was mich an diesen besonders irritierte war das höckerähnliche Gebilde das die Kühe knapp nach dem Nacken auf dem Rücken trugen. Falls ein Biologie das hier liest, kann mir einer erklären was das ist?
Und dann natürlich noch die Plasticktütenbäume. Nein, natürlich wachsen hier nicht wirklich Plastiktüten auf den Bäumen, aber manchmal hatte es doch den Anschein.
In Wirklichkeit verbergen sich darinnen die Bananenstauden ( nennt man das so?).
Bei viel Wind und leichter Bewölkung kamen wir schließlich nach knapp 2 Stunden in Limbé an, das wir aber ziemlich schnell wieder hinter uns ließen, um uns auf dem Weg zu einem etwas außerhalb gelegenen Hotel zu machen. Dort konnten wir den wunderschönen Strand genießen. Der Sand der bei Ebbe zurückbleibt ist braun/schwarz, davor liegt Lavagestein, das in der Sonne unglaublich warm wird. Die Wellen waren so hoch, dass es nicht selten besser war unter ihnen her zu tauchen, war man nicht schnell genug brechen sie direkt über einem und ziehen einen mit. Ich hätte mich ewig von den Wellen so durchs Wasser werfen lassen können.
Um jedoch nicht im Dunkeln zurück zu fahren mussten wir uns recht früh wieder auf den Rückweg machen. War für Maries und meine Haut vielleicht auch nicht so schlecht, wir haben uns nämlich leider einen kleinen (oder auch nicht so kleinen) Sonnenbrand geholt. Aber dieser wunderschöne Tag macht das wieder wet.
Warum man im Hellen zurückfahren sollte zeigen die verschiedenen Autowracks am Straßenrand nur zu deutlich. Doch wir haben es ,diesmal etwas gequetscht, weil 4 Personen auf der Rückbank und im Gegensatz zur Hinfahrt auf der wir drei mal von der Polizei kontroliert wurden, ohne größere Unterbrechungen bis nach Douala geschafft.
Morgen geht es dann mit neuer Energie wieder an die Arbeit, weiter die Bücher registrieren bzw. neue Signaturen schreiben. An die 500 haben wir wohl schon, aber es sind noch einige übrig. Hoffen wir also das es morgen früh Strom gibt, damit der Computer auch arbeitsfähig ist.
Liebe Grüße und bis bald, Lena

Montag, 21. November 2011

Ein bisschen Kultur ;-)

Manchmal merkt man kulturelle Unterschiede schon in kleinen Dingen. So wurde in einer Schule in Douala folgende Aufgabe gestellt:
Körperteil das man zum Tragen nutzt.

Und, was sind eure Antworten?




Während in Deutschland der Winter einbricht wird es hier immer noch wärmer, denn schließlich ist jetzt Trockenzeit. Bei Sonnenschein und Palmen voller Kokosnüsse und Papayas fällt es schwer zu glauben, dass es November ist.
Dennoch, auch hier beginnt in zwei Wochen der Weihnachtsmarkt. Das gibt es wohl weltweit ;-).

Liebste Grüße, Lena

Montag, 7. November 2011

Was lange währt wird endlich gut- eine Hochzeit in Kamerun

Einige die das hier lesen, haben vielleicht schon meine Rundmail gelesen. Für die ist dies nun eine Dopplung. Aber es gibt ja auch noch einige die den Blog, aber nicht die Rundmail lesen.

Am Freitag der vorletzten Woche waren Hanna, David und ich zu einer Hochzeit eingeladen. Einer der Angestellten der Schule hatte uns herzlich zu der Hochzeit seiner "kleinen Schwester" eingeladen. Er meinte das könnte für uns sehr schön sein so etwas mit zu erleben- womit er auch recht behalten sollte- vor allem, da sie einen Deutschen heirate.
Mit einer Stunde Verspätung machten wir uns gegen 13 Uhr an der Schule auf, Richtung Veranstalltungsort. Dieser befand sich in Bonaberi, dem Stadtviertel Doualas, das auf der anderen Seite der Wouribrücke liegt.
Dort angekommen, halfen wir kurz beim Aufbau der Musikanlage und dann hieß es zum ersten Mal warten. Das fiehl allerdings nicht wirklich schwer, da es sich um den schönsten Ort in ganz Douala handelte, den ich bisher gesehen habe. Man hatte fast den Eindruck man sei in einem Urlaubsparadies in der Karibik oder so gelandet: Palmen und Blumen überall, direkt am Ufer des Wouri auf dem die Fischer mit ihren Böötchen paddeln, oder Sand transportiert wird.
Als gegen 15 Uhr die Hochzeit beginnen sollte war außer uns noch keiner da. Erst gegen 15:30 bzw 16 Uhr trudelten die ersten Gäste ein.
Nach und nach füllten sich die Plätze, während es immer dunkler wurde, schließlich geht schon gegen 18 Uhr die Sonne unter. Vom Brautpaar war weiterhin keine Spur, dafür türmten sich über der Stadt die dunklen Wolken auf und Blitze begannen den Himmel zu erhellen.
Und dann hat uns das Gewitter doch erreicht, uns den Pavilion fast über dem Kopf weggepustet, sodass jeder eins, zwei Stühle unter den Arm geklemmt schnell in den Holzpavillion, der zum Gelände gehört, geflüchtet ist.
Dort trafen wir auch auf das Brautpaar. Das einzige Problem war nun, dass der Bürgermeister, der die Trauung leiten sollte noch immer auf der Brücke im Stau stand.
Manchmal scheint es hier als ob das Lösen eines Problems gleich das nächste heraufbeschwöre. So fiehl, als der Bürgermeister dann endlich da war, der Strom aus.
Wenn ich mir eine deutsche Hochzeitsgesellschaft vorstelle würde nun vermutlich folgendes passieren: die Braut wäre in Tränen ausgebrochen, der Bräutigam wütend und die Gäste generft, da sie schon über 4 Stunden warten mussten und kurz davor zu gehen.
Hier passierte folgendes: im Licht einiger Handys wurden Getränke verteilt, die Gäste unterhileten sich fröhlich und warteteten bis einige Kerzen besorgt waren und die trauung mit 6 Stunden Verspätung beginnen konnte.
Dann ging es los. Pünktlich zum " Hiermit erkläre ich euch..." ging das Licht wieder an.
Nun konnte der entspanntere Teil des Abends beginnen. Es gab ein Buffett mit einigen typisch kamerunischen Gerichten, eine tolle Hochzeitstorte, von der ich leider nicht sagen kann wie sie geschmeckt hat, denn zu diesem Zeitpunkt waren wir schon am Tanzen. Einfach mittendrinn. Mit toller Musik, unterm Sternenhimmel, am Flussufer und in netter Gesellschaft. Ein perfekter Abend, so einer von der Sorte, der am liebsten niemals Enden sollte.
Gegen 2 Uhr nachts hat er das dann aber doch.
Rundumglücklich ging es ab ins Bett.

Liebste Grüße, Lena

Donnerstag, 27. Oktober 2011

Mes chères voisines

Darf ich vorstellen: diejenigen mit denen ich derzeit (neben Hanna und David, so wie den Tutoren und Mentoren) am meisten Kontakt habe: meine lieben und tollen Nachbarn. Hier kann ich z.B. typisch kamerunisch kochen lernen und Nathalie hat eigentlich immer ein offenes Ohr für mich, sowie etwas zu Essen im Kochtopf, wovon ich dann auch gleich eine große Portion aufessen muss ( sonst wäre es unhöfflich). So lerne ich die alltägliche Küche Kameruns kennen. Die Kinder sind wirklich süß und voller Ennergie, wollen mir alles zeigen, und jede Tüte oder Tasche gleich ganz genau inspizieren. Außerdem teilen sie mit mir ihre Kekse, bzw finden es ganz toll mich gleich damit zu füttern. Oder auch sich von mir füttern zu lassen :-D.





Anna, Yasmina ( die endlich keine Angst mehr vor mir hat) und Frederic





Nathalie :-)



( + zwei kleine Naseweiß die sich mit ins Bild gestohlen haben)

Adelaid


Liebe Grüße in die Welt, Lena

Sonntag, 23. Oktober 2011

Bilder zu den Rievkooche



Hanna bei den Vorbereitungen. Ja, wir sind schon fleißig ;-)




Der erste Versuch: Wir fanden der war gar nicht so schlecht.



Essen ist fertig."Rievkooche" mit selbstgemachtem Apfelkompott (im Glas, und so unglaublich lecker, das muss man auf jeden Fall öfter machen).







Guten Appetit, wer Hunger hat isst mit!




Und aus der Vogelperspektive: Oben --> Rievkooche; Unten --> selbstgemachtes Papayamus; Links --> unser Apfelkompott, natürlich auch selbstgemacht.

Liebe Grüße, Lena







Samstag, 22. Oktober 2011

Kölsch-kamerunisches Culture crossing ;-)

Da sitzt man mitten in Kamerun und fängt an zum ersten Mal so richtig die Küche des Rheinlandes zu entdecken.


Weil wir Deutschland ab und zu doch ein wenig ( oder auch mal ein wenig mehr) vermissen haben Hanna und ich heute mal zusammen "Rievkooche" gemacht.


Und dazu gabs dann als kleine kamerunische Komponente zusätzlich zum Apfelkompott noch Papayamus. Der Aufwand hat sich gelohnt, es war wirklich lecker. Und aufgrund der Menge können wir morgen wohl nochmal davon essen :-D.


Bilder folgen (sobald die verbindung wieder besser ist. Versprochen)

Liebe Grüße, Lena

Dienstag, 18. Oktober 2011

Endlich angekommen?!

Als ich heute mit Hanna meinen Nachhauseweg angetreten habe, konnte ich seit langem den Weg durch New Bell einigermaßen entspannt hinter mich bringen. Selbst das Lachen musste bzw. wollte ich mir nicht verkneifen. Leider ist es nämlich oft so, dass man lieber ein ernstes Gesicht aufsetzt, da man sich damit so manchen Spruch erspart.



Auch im Taxi konnten wir heute herzlich lachen und selbst Ndokoti hat ein wenig von seiner bedrückenden Atmosphäre verloren. Beim Obstkaufen an der Kreuzung werde ich immer wieder von den verkäuferinnen angesprochen, manchmal mit "ma soeur" was eine gewisse Vertrautheit vermittelt, und spätestens bei dem kleinen Jungen der lachend und klatschen neben seiner Mutter saß konnte sich das Glück das sich ganz langsam in meinem Bauch ausbreitete nicht mehr zurückhalten und musste einfach zu einem Lächeln anwachsen.



Mit dem Taxi in Ndogbong angekommen ging es dann noch schnell zum Brotkaufen nur um auf dem Rückweg zur Wohnung wieder vom Lächeln eines unglaublich niedlichen kleinen Mädchenens gefangen genommen zu werden.



Unten, am Anfang der nicht mehr asphaltierten Straße, wurde ich dann noch von einem Mädchen meines Alters angesprochen, von deren Mutter ich vor einiger Zeit etwas über einen Chor hier in der Nähe erfahren habe. Es ist wirklich schön, wenn man freundlich begrüßt wird, weil einen jemand erkennt. Meine liebe Nachberin Maria hat mich auch noch schnell gegrüßt und dann gings bei strahlendem Sonnenschein das letzte Stück den Hügel hoch.



Von solchen Tagen kann ich gut mehr vertragen :-). Da fühl ich mich ein bisschen ANGEKOMMEN



Viele liebe und grad sehr glückliche Grüße, Lena

Auch in Kamerun backen die Engel Plätzchen ;-)

Der wunderschöne Sonnenuntergang :-)


















Leider gabs danach dann das heftigste Gewitter das ich bisher hier erlebt habe. Der Wind hat die ganzen Mathearbeiten, die David gerade korrigiert hat vom Tisch gefegt und ich bin nass geworden obwohl unser Fenster ( vor dem ich immer im Sessel sitze) ein Vordach hat. So schnell ändert sich das Wetter hier.

Liebe Grüße, Lena

Sonntag, 16. Oktober 2011

Ergänzung

Fast drei Monate ist es jetzt schon her, dass ich im Post " Wie für mich gemacht..." von der Predigt, die ich in meinem letzten Gottesdienst in Deutschland gehört habe, erzählt habe.
Nun möchte ich mein Versprechen nachholen und denn Link, hinter dem man sich diese Predigt nocheinmal durchlesen kann, posten.
Hier ist er: http://predigtblog.blogspot.com/2011/10/sich-regen-bringt-segen.html
Liebe Grüße, Lena

Samstag, 15. Oktober 2011

Alltag

Ich wurde jetzt schon mehrmals gefragt, wie denn eigentlich mein Alltag hier in Douala aussieht. Da kann ich eigentlich gar nicht so viel Spannendes erzählen.


Um kurz nach 6 verlassen David und ich das Haus, um das erste Taxi in Richtung "Mobile Guinness" zu nehmen. Dort treffen wir Hanna, einen der Lehrer des Collège und seine drei Töchter um zusammen ein Taxi zur Schule zu nehmen ( ja man passt mit 7 Fahrgästen + Fahrer in ein taxi, sogar in einen Kleinwagen, ich bin auch jeden Morgen aufs neue erstaunt).Von 7 bis 15:30 Uhr ist arbeiten angesagt: Bibliothek, Deutschunterricht, Deutschclub. Danach ist Dienstags im Moment noch der Lehrerchor.


Ansonsten fahren wir manchmal noch kurz nach Akwa ( anderes Stadtviertel) um einzukaufen, aber die meisten Sachen bekommt man auch in der Nähe unserer Wohnung, so dass dies Fahrt nur ungefähr einmal die Woche nötig ist.


Abends koche ich oft noch, und manchmal, wenn ich grad Lust habe, wasche ich. Meistens verschiebe ich das jedoch lieber auf das Wochenende.


Ein paar Mal wahren wir Abends eine Limo ( hier "jus" genannt) trinken und etwas am Straßenstand essen. Oder bei jemandem aus dem Viertel eingeladen. Ab und zu gibts auch Besuch, jedoch noch eher selten.


Aber das wird sich in den nächsten Wochen und Monaten wohl noch entwickeln. Es ist ja noch was Zeit.


Bis bald, Lena

Kleine Erfolge

Was ich im letzten Post leider vergessen habe: ENTSCHULDIGUNG. Ich habe wirklich lange nicht geschrieben, daher werden heute und morgen gleich mehrere Posteinträge erscheinen. Ich freu mich aber immer wieder zu hören, dass ungeduldig auf meinen nächsten Eintrag gewartet wird, also geht es jetzt noch ein wenig weiter.
Unser Arbeitsbereich ist zur Zeit vor allem die Bibliothek des Collège Evangélique de New Bell.
Die Hauptarbeitszeiten sind die beide großen Pausen. Aüßerhalb dieser Zeit putzen wir, ordnen die Bücher wieder oder registrieren neue Bücher.
In den Pausen kommt dann der große Ansturm (jedenfalls meistens). In der ersten, etwas kürzeren Pause kommen oft so um die 15-20 Kinder um zu lesen und Bücher auszuleihen. Einige davon sehen wir täglich und es ist immer schön wenn man merkt, dass man schon einige Kinder beim Namen kennt. In der zweiten Pause sind es dann oft bis zu 35 Kinder. Täglich werden um die 20 Bücher ausgeliehen, und ca. 5 neue Kinder registriert. Bisher haben wir es so auf eine zahl von ungefähr 270 registrierten Schülerinnen und Schülern gebracht. Das sind fast 10% der Gesamtschülerzahl und macht uns einigermaßen stolz.
Auch wenn wir hier im Grunde keine Lehrer sind, so kann man den Kindern doch einges beibringen, unter anderem rechtzeitig zu kommen, wenn sie ein Buch ausleihen wollen und nicht erst wenn es schon geklingelt hat. Das selbe gilt für das abholen der Büchereisausweise. Uns ist es außerdem wichtig, dass die Kinder uns nicht bloß den Befehl " Ma carte" an den Kopf werfen, sondern lernen uns zu sagen, dass sie ihre Karte haben möchten und dabei auch ihren Namen nennen, das macht das ganze für uns und für sie einfacher. Wenn ein Schüler uns dann beim dritten Mal auch noch ein Lächeln schenkt und fröhlich " A demain" sagt, haben Hanna und ich auch das Gefühl, dass wir mit unserer Arbeit etwas richtig machen.
Zwei Mal haben wir bisher auch einen der Deutschlehrer in die 5ieme begleitet. Diese Klasse ( mit etwa 90 Schülern) soll im nächsten Jahr entscheiden ob sie Deutsch oder Spanisch als Fremdsprache weiter lernen wollen. Daher bekommen sie in diesem Jahr eine kleine Einführung in beide Sprachen um sich besser entscheiden zu können. Durch die größe des Raumes und die Anzahl der Schüler ist eine laute Stimme erforderlich, und man hat das Gefühl heiser aus dem Unterricht zu gehen ( wohl dem Lehrer der "nur" 30 Schüler in seiner Klasse hat).
Bisher haben wir mit ihnen das "ABC-Lied" gelernt, das sie sehr begeistert mitsingen, sie können sagen wie sie heißen und bis 10 Zählen.
Noch mehr Deutsch gibt es dann im "Deutschclub". Dieser trifft sich jeden Mittwoch nach der Schule. Seit unserem ersten treffen vor zwei Wochen hat sich die Gruppe beinahe verdoppelt. Mit dem Programm wollen wir soweit wie möglich auf die Wünsche der Teilnehmer eingehen, daher werden wir in den nächsten Wochen wohl vor allem singen, und auch Briefe schreiben, da einige bereits Brieffreunde in Deutschland haben. Besonders interressiert sie die Schülerinnen und Schüler auch an der Kultur Deutschlands und seinen Traditionen ( weiß vielleicht jemand einen typisch deutschen Tanz? Mir fällt dazu leider nicht wirklich etwas ein). So werden wir uns im Dezember auf jeden Fall mit Weihnachtsliedern, Weihnachtsbaum und Adventskranz beschäftigen und im Februar vermutlich mit Karneval.
Ich bin schon sehr gespannt wie es weiter laufen wird.
Hanna leitet außerdem noch einen Judo- bzw Selbstverteidigungskurs für Mädchen aus der 6ieme ( die zwar auch anstrengend aber unglaublich niedlich sind).
Ich hab noch einen Ballettkurs in Planung, dafür muss jedoch erst die CD mit der Musik aus Deutschland ankommen, die aber mit de heute eintreffenden ersten Besuch mitgeschickt wurde. Es kann also bald losgehn.
Viele liebe Grüße, Lena

"The People's choice/ Le choix du peuple"???

Vor knapp 2 Wochen tauchten sie überall auf: große, blaue Plakate und Banner mit diesem Schriftzug ( ohne die Fragezeichen) und dem Konterfei des aktuellen Presidenten Kameruns Paul Biya. Knapp eine Woche vor den Wahlen also begann der große Wahlkampf. Von heute auf morgen erschienen überall Wahlplakate, zumeist nur in DIN A4, oder DIN A3, bis auf die oben beschriebenen. Diese füllten oft die ganz großen Tafeln.
Auch die Zeitungsberichte über die Wahlkampftouren durchs ganze Land waren größtenteils durch eine Person bestimmt.
Ansonsten stand vor allem ELECAM im Mittelpunkt. Diese Organisation war dafür zuständig, dass jeder der sich vorher eingeschrieben hatte auch seine Wählerkarte bekam, die ihm das Wählen erst möglich machte, und dass die Wahlen ruhig und fair ablaufen.
Dennoch, viele Kameruner haben erst gar nicht gewählt, für sie machte es oft einfach keinen Sinn, da man davon ausgeht der Gewinner stehe eh schon fest.
Was für uns Freiwillige besonders befremdlich war, war folgendes: obwohl uns immer wieder versichert wurde das es ruhig bleibe und nicht mit Unruhen gerechnet werde, wurden wir gleichzeitig gefragt ob wir Wasser- und Essensvorräte zu Hause hätten. Für uns ein eindeutiges Zeichen beunruhigt zu sein, hier jedoch ganz normal.
Zum Glück blieb jedoch alles ruhig.
Der nächste Freitag wird dann noch einmal entscheidend. Dann werden vermutlich die endgültigen Wahlergebnisse bekannt gegeben. Im Grunde sollten diese keinen Überraschen, trotzdem wird uns wieder geraten sich für den Notfall vorzubereiten und am folgenden Wochenende lieber nicht die Stadt zu verlassen, man kann ja nie wissen.
Währenddessen erscheinen in der Zeitung die ersten Stimmen, die verlangen die Wahlen ganz oder teilweise zu anulieren, da einige Wähler mehrmals gewählt haben sollen. Was an diesen Aussagen wahr ist, kann kaum einer sagen. Es ist zu vermuten, dass die Vorderungen kein Gehör finden.
Wir werden sehn.
In der Hoffnung das es weiterhin ruhig bleibt, und die Kameruner ihrer eigenen Beschreibung als friedliebendes Volk alle Ehre machen.
Viele liebe Grüße, Lena

Sonntag, 25. September 2011

Die schönen Seiten Kameruns - Koki und ein Regenbogen



Koki- noch im Bananenblatt, also so wie er im Topf war- und dazu Patat

So sieht er ausgepackt aus. Lecker! Der Regenbogen, und gleich in doppelter Ausführung :-)



Und nochmal- wenn das kein Zeichen des Himmels ist .






Liebe Grüße, Lena

Samstag, 24. September 2011

Neuer Mitbewohner ;-)

Seit ein paar Tagen haben wir einen neuen Mitbewohner: er ist ca. 5 cm groß, gelblich und krabbelt die Wände entlang. Dankenswerter weise frisst er außerdem Insekten. Ihr könnt ja mal ( per Komentar) raten was es ist.
Heute habe ich das erste mal typisch kamerunisch kochen gelernt, bei meiner Nachberin.
Es gab Koki mit Patat. Das erste ist eine Art Kuchen aus gemahlenen weißen Bohnen, den wir in Bananenblättern über dem ofenen Feuer in einem Topf gemacht haben. Bei Patat handelt es sich um Süßkartoffeln.
Es ist gar nicht so einfach die Bananblätter mit dem flüssigen Teig drinne richtig zu schließe, ohne dass sie reißen und alles wieder rausläuft. Aber Hanna und ich haben es erfolgreich gemeistert.
Außerdem waren wir heute Tücher kaufen, da die Sonne nun immer öfter zum Vorschein kommt wird es wichtiger eine Kopfbedeckung zu haben, und auch in der Kirche muss man als Frau den Kopf bedecken. Leider heißt ein Sonnenschutz auch gleichzeitig, dass es ziemlich warm darunter wird. Aber ich hoffe man gewöhnt sich noch ein wenig daran.
Viele liebe Grüße aus dem wärmerwerdenden Kamerun, Lena

Mittwoch, 21. September 2011

So sieht es hier aus...

Ich hab mich heute mal für wenig Worte und dafür ein paar Bilder entschieden. Heute gab es fast den ganzen Tag Sonne und das ist soweit ich weiß, dass erste mal seit ich hier bin, dass das so ist. Wenn man die Bilder anschaut, könnte man meinen ich wäre im Paradies gelandet, aber nur 4 Meter weiter wartet die Realität. Und die kann manchmal grausam sein, gerade, wenn man Menschen begegnet, die sich nicht einmal etwas zum Anziehen leisten können. Kamerun: ein Land voller Höhen und Tiefen, grausam und schön zugleich.








Der Blick vom Balkon, im Hintergrund das Hôpital General.










Das Hôpital, der Fussballplatz, und ein wenig des wunderbaren Regenwaldes.










Rechts eine Ecke der Ecole maternelle die sich direkt hinter dem Haus befindet ( das Hôpital ist weiter links).










Und Mitten in der Stadt der Regenwald.




Blauer Himmel: es gibt die Sonne also doch noch. Sie hat sich wirklich gut versteckt.




Liebe Grüße, Lena

Samstag, 17. September 2011

Putztag

Seit zwei Stunden ist es hier schon stockduster und von irgendwo in der Nähe klingen ein Klavier und der gesang eines Chores herüber. Die Nächte hier in Douala scheinen nie still zu sein. Oft trommelt der Regen auf das Dach und die Insekten zirpen und summen um die Wette, was wirklich ein unglaubliches Geräusch ist, vor allem die Lautstärke. Außerdem hört man hier bei uns fast jeden Abend Musik, mal ist es ein Chor, mal Partymusik, mal hört es sich an als Rufe ein Muezzin.
Auch der Tag heute gehörte nicht wirklich zu den ruhigen. Da es Wasser gab und mal ein bisschen Zeit habe ich diesen glückichen Umstand genutzt um zu Waschen, natürlich mir der Hand und mit kaltem Wasser. Da kommt es dann auch vor, dass man am Ende des Tages Blasen an den Fingerknöcheln vom Schrubben hat.
Außerdem waren wir unten an der großen Straße Gemüse kaufen und ich haben mich erkundigt wie viel ein Kleid kosten würde, was gar nicht mal so viel ist, so dass ich hoffe mir bald eins kaufen zu können ( ich mach Photots, versprochen).
Unsere unglaublich niedliche kleine Nachbarin hat uns dann auch dabei geholfen zu identifizieren, was uns unsere Vorgänger hinterlassen haben. Bei dem einen handelt es sich um ein Kraut aus dem sich Henna herstellen lässt. Das andere sind getrocknete, tiefrote Blüten ( wir vermuten Hibiskus, leider hab ich den französischen Namen schon wieder vergessen)aus denen sich eine Getränk herstellen lässt. Dafür werden die Blüten in Wasser gekocht, und dann wird das ganze mit Zucker abgeschmeckt und gesüßt. Die Farbe ist wirklich klasse und der Geschmack auch.
Ich werde jetzt noch ein wenig dieses lecker Getränk und vielleicht eins zwei Scheiben frittierte Kochbananen genießen, und dann, mel sehen wie ruhig es ist, und ob man schlafen kann.
Gute Nacht und bis bald,Lena

"Einschlafen ist höflicher als gehen"- Reisetagebuch Tag 2

Der Sonntag unserer Reise lässt sich wohl getrost unter dem Thema Gottesdienst speichern, denn davon durften wir an diesem Tag zwei erleben.
Zunächst ging es nach dem Frühstück in eine nahegelegene Kirche zum Kindergottesdienst. Schon vor der Türe wurden wir von einer riesen Gruppe Kinder jeglichen Alters mit Gesang empfangen.
Der Präses und seine Frau, mitlerweile in für Kamerun typische Kleider gehüllt, die sie beim Frühstück vom Centre Polivalent überreicht bekommen hatten, wurden von einer besonders süßen Kleinen begrüßt.
In der Kirche hieß es für die Kinder dann in den Reihen platznehmen, während wir vorne am Rand saßen. Erst hier wurde richtig deutlich wie viele Kinder es wirklcih waren, nämlich geschätzt über hundert. Während die Kinder also saßen und vorne zwei der Helfer den Gottesdienst leiteten, liefen die anderen Helfer durch die Gänge und animierten die Kinder zum mitmachn und mitsingen. Dieser Gottesdienst gehört eindeutig zu den Höhepunkten meines Aufenthalts hier. Sein Ende trieb mir dann auch die Tränen in die Augen, als die Kindergottesdienstbeauftragte der Delegation der EKvW mit den Kindern "Hallelu, hallelu, hallelu, halleluja, Preiset den Herrn" zu singen begann.Mit diesem Lied verbinde ich unweigerlich die vielen Kindergottesdienste zuhause, die ich hier sehr vermisse.
Direkt im Anschluss ging es wieder in die Busse und weiter zum nächsten Gottesdienst. Dieser war einfach nur riesig, und es handelte sich nun auch um den Festgottesdienst zur Feier des Jubiläums. Wieder waren alle Gruppen und Chöre der kirche versammelt, und saß unter Pavillions, ein beeindruckendes Bild, das nocheinmal durch den Einzug der vielen Pfarrer ( wie viele genau kann ich kaum sagen, auf jeden fall viele) getoppt wurde.
Zu den Gäste des Gottesdienstes gehörte unter anderem der Sultan von Bamoun, einer der traditionellen Herrscher der Region.
Der Gottesdienst, sammt Taufen unter anderem durch die Mitglieder der delegation, Konfirmation, Abendmahl und sämmtlichen Begrüßungs- und Dankes- so wie Festreden zog sich dann zu einer Länge von 6 Stunden hin. Daher nun ein kurzer Exkurs zu den Höfflichkeitsregeln im Gottesdienst. Am höfflichsten ( falls man nicht mehr dem Gottesdienst folgen kann) ist es, sich ein Buch in die Bibel zu legen, oder sich evtl mit seinem Handy zu beschäftigen, aber so, dass es möglichst nicht auffällt.
Am zweithöfflichsten ist es einfach einzuschlafen - wovon dann auch viele gebrauch machen. Und am unhöfflichsten ist es einfach aufzustehen und zu gehn.
Aber auch dieser Gottesdienst hatte dann mal ein Ende, sodass man sich mal wieder zum Essen auf machen konnte. Diesmal im Saal der Regierungspartei. Obwohl das Anstehen doch einige Zeit dauert wird sich zum Essen nicht viel zeit gelassen, und so waren wir auch recht schnell wieder im Centre.
Nach knapp einer Stunde Pause ging es auf zur Uni der EEC. Diese wurde erst vor einem Jahr gegründet, befindet sich also quasi noch in den Kinderschuhen. Die Idee die sie hatten ist wirklich gut, was aber schade ist, und auch von der Unileitung selbst kritisch gesehn wird, ist, dass dort derzeit aufgrund der hohen Studiengebühren nur sehr reiche Schüler studieren können. Nach einer Lösung für dieses Problem werde allerdings gesucht.
Im Anschluss ging es mal wieder Essen, diesmal zu Hause beim Direktor der Universität. Der Empfang gleicht einer Hochzeit.
Für mich das schönste, es singt ein Chor aus Jugendlichen und nach dem Essen gehen einige Gäste mit von der Terasse weg und zu diesem Chor um mit ihnen zu singen und zu tanzen. :-). In Momenten wie diesen freue ich mich, dass ich mich entschieden habe ein Jahr hier in Kamerun zu sein und kann die Hindernisse die uns so oft im Weg stehen vergessen.
Liebe Grüße, Lena

Dienstag, 13. September 2011

Fischer, Fischer wie tief ist das Wasser

Kurzer Exkurs zum Aktuellen:
Wer kennt dieses Kinderspiel nicht:
" Fischer, Fischer wie tief ist das Wasser? "100m"
Und wie kommen wir da rüber?"

Dies Frage konnte man sich heute auch in Douala stellen. Zum Glück waren wir bereits auf dem Weg zur Schule als der wirkliche Wolkenbruch begann.
So kamen wir zwar nass bis auf die Knochen in der Schule an, doch immerhin blieben wir nciht gleich zu Hause stecken.
Im laufe das Vormittags entwickelte sich der Schulhof dann eher zu einem Schwimmbecken. Mindestens 10 cm hoch stand das Wasser zwischen den gebäuden.
Ein weiteres Kinderspiel kann sich hier zur gefahr entwickeln: Pfützenspringen. Wie schon beschrieben können diese hier nämlich richtig tief sein.

Jetzt aber zu einer guten Sache des Regens und zum Wasser. Der Regen aht nämlich auch all unsere Wasserreserver gefüllt, die wir aufgrund des seit einer Woche abgestellten Wassers haben mussten. Seit heute abend ist jedoch auch wieder fließendes Wasser aus der Leitung auf dem Hof verfügbar :-). Juppie, ich freu mich wirklich riesig.
Liebe Grüße, Lena

" Am Samstag macht ihr eine Reise..." Reisetagebuch, Tag 1

Mit diesem Satz nahm schon am Donnerstag unser kleines Abenteur seinen lauf. Der President der EEC hatte in der Schule angerufen um dem Direktor und uns mitzuteilen , dass er wünscht das wir als Teil seiner Delegation an einer 4-tägigen Reise teilnehmen. Grund für diese Reise war der Aufenthalt einer Delegation der Evangelischen Kirche von Westpfahlen, die sich in Kamerun befanden, um das 30-jährige Jubiläum der partnerschaft zwischen EKvW und EEC zu feiern.
Nach drei Stunden Fahrt kamen wir am Samstag dann am ersten Ziel unseres Abenteuers an: Ndoungé. In diesem kleinen Städchen wurden wir herzlich von den verschiedenen Kirchengruppen, jede in ihren aus einem bestimmten Stoff, der ihre Gruppe representiert, genähten Kleidern, mit Gesang und Tanz empfangen.
Nach einer kurzen gemeinsamen Diskussion bzw. einem Gottesdienst teilte sich die Delegation in Gruppen auf: eine beschtigte die Farmschule, eine kümmerte sich um das Anliegen eines Brunnenbaus, und eine letzte fuhr zu einem Seminarzentrum in dem Schulungen für Kindergottesdienstmitarbeiter (culte d'enfants) abgehalten werden sollen. Die Wohnhäuser dieses Zentrums wurden mit Hilfe der EKvW eingerichtet.
In einem Vortrag zeigte sich wie klar organisiert, gut struckturiert und vor allem gut besucht die Kindergottesdienste sind.
Danach ging es weiter , zunächst einmal zum Essen in einem Gemeindesaal mit typisch kamerunischem Essen wie Miondo und frietierten Bananen.
Im Anschluss hieß es für alle Man wieder auf in die Busse und auf die Straße mitten durch den Regenwald, den Wolken entgegen richtung Bafoussam. Dort kamen wir mit der Dunkelheit ( die hier schon um 18 Uhr hereinbricht) an. Nach einem kurzen einrichten in den Zimmern ging es weiter zum nächsten Gottesdienst, diesmal mit heftigeren Diskusionen, zB über den Standpunkt der EEC zum Thema Polygamie ( polygame Männer sind von den Sakramenten ausgeschlossen).
Dann ( gegen fast 22 Uhr ) waren wir nocheinmal zum Essen eingeladen. Und dann ging es auch nach diesem anstrengenden Tag in Richtung Bett. Denn am nächsten Tag hieß es ja schließlich wieder früh aufstehn, immerhin standen 2 Gottesdienste an.
Soviel zu Tag 1.
Liebe Grüße, Lena

Samstag, 10. September 2011

Am Ende des Asphalts

Zunächsteinmal Salut, wie gehts es euch allen so?
Eigentlich hätte ich eine ganze Menge zu schreiben, da seit dem letzten Eintrag doch einiges an Zeit vergangen ist. Ich werde jedoch nicht gleich alles auf einmal schreiben, sondern ein Thema nach dem anderen. Die Reiseerlebnisse werden daher etwas warten müssen, aber schon mal soviel die Berge und der Regenwald sind sehr schön :-).
Nun zu ewtas anderm: meine Wohnung.
Für alle die sich vielleicht schon gewundert haben, dass ich ihnen bisher keine Postanschrift geschickt habe hier jetzt die Erklärung.
Möchte man in Douala mit einem Taxi oder Mototaxi ( den am häufigsten genutzten Verkehrsmitteln) irgendwo hin kommen, so muss man sich immer an irgendwelchen Fixpunkten orientieren. Straßennamen haben nur die wenigsten, ganz großen Straßen und diese namen werden noch viel seltener genutzt. Dem Fahrer nennt man daher das Viertel ( z.B. Akwa) und den Ort oder einen bestimmten Orientierungspunkt (z.B. zepol --> eine Boulangerie, in der es unter anderem deutsche Körnerbrot gibt, eine echte Seltenheit, meist gibt es nur Baguette, aber mit den essgewohnheite beschäftige ich mich mal wann anders. oder Rondpoint BICEC, ein riesiger Kreisverkehr an dem sich eine bank (BICEC) befindet).
Nun wohne ich zwar nicht ganz am Ende der Welt, aber doch am "Fin Goudron". Für alle nichtfranzosen unter uns: am Ende des Asphalts.
Bis vor eins zwei Jahren endete an der letzten Straßenbiegung nämlich der Straßenbelag. Nun gibt es zwar eine weiterführende Straße, die Seitenstraße über die man zu unserer Wohnung kommt ist jedoch weiterhin unbefestigt, dies gilt jedoch für einen Großteil der Straßen Doualas. Und auch wenn sie befestigt sind, heißt das noch lange nicht dass sie leichter zu passieren werden, da sie oft von Schlaglöchernübersät sind ( da gegen sind die deutschen Schlaglöcher ein witz, hier bleiben sogar die Taxen daron stecken).
Die Wohnung an sich ist sehr schön, die Nachbernnen sehr nett. Leider gibt es öfters mal ein Wasserproblem, da wir im ersten Stock wohnen und seit knapp 3 Tagen hat die Wasserfirma im halben Viertel das Wasser abgestellt. Aber da die anderen Freiwilligen zwar nicht weit weg aber doch in nem anderen Viertel wohnen, wird das wohl eine Möglichkeit sein mal unter fließendem Wasser zu Duschen und nicht bloß mit eine Flasche. Dies ist allerdings schon ein Luxus, denn das es kein fließendes Wasser gibt ist für die meisten menschen hier natürlich alltag.
Liebe Grüße aus Kamerun und auf bald, Lena










Mein Zimmer mit dem tollsten Freundephotohimmel, an dem auch ein Sternchen hängt. Und natürlich der GATenzwerg. Auch er ist sicher in Kamerun angekommen und lebt sich langsam in seiner neuen Umgebung ein.

Dienstag, 6. September 2011

Zurück in Douala

Bin nach 4 Tagen Reise wieder zu Hause in Douala, mit ganz vielen neuen Eindrücken. Nach einer Nacht ausruhen gibts mehr davon.
Liebe Grüße, Lena

Freitag, 19. August 2011

Woche 2

Ich beginne einfach mal beim letzten Samstag, denn da hat unsere Woche 2 im übertragenen Sinne angefangen, das war nämlich der erste richtige Tag in der eigenen Wohnung (jedenfalls für die anderen Freiwilligen. Für die Wohnung in der ich mit einem Freiwilligen qaus der Schweiz leben werde muss der Vertrag noch unterschrieben werden. So lange wohnen wir zu dritt). Samstag abend waren wir auf einem soirée culturelle der EEC die einen Chor aus Äquatorial Guinea zu Gast hatte. Tanzen und singen, ein unvergesslicher Abend.
Und dann kommt es auch schon mal vor, das man drei Tage kein Wasser hat. Was eine Erfahrung. Haare waschen mit einer Flasche. Und was eine Freude wenn endlich wieder fliessend Wasser da ist und man richtig Duschen kann, qber so ist das eben in Kamerun. Daher sollte man auch stehts einen Vorrat an Wasser im Haus haben.
Ansonsten haben wir geputzt (sehr viel geputzt. ich wusste gar nicht wie viel Rusz unter so einem Topf kleben kann), einmal das College besichtigt und DUCA kennen gelernt.Und natürlich einige der Mitarbeiter wobei es gerade im College schwer ist sich alle Namen zu merken. Bei DUCA ( obwohl ich da gar nicht arbeite aber evtl einen Näh- oder Kochkurs mache) begegnen wir immer den gleichen, und es sind viel weniger Mitarbeiter, das macht es eibfacher. Auszerdem snd alle sehr herzlich.
Alleine Taxifahren klappt auch schon.
Liebe Grüsze und bis bald, Lena

Wie viel past in ein Taxi?

Na hat einer eine Idee?
Hier unsere Liste: 5 Personen, 3 grösze Koffer, 3 Trekkingrucksäcke, 3 Rucksäcke, eine Tasche, ein Saxophon und ein erster Einkauf. Unser Abenteuer Kamerun kann beginnen ;-)

Angekommen- und erste Woche schon rum

Mein erster Eindruck von Kamerun - ouf ist das warm hier. Der zweite Eindruck- ouf ist das voll hier. Schon bei der Gepäckausgabe drängen sich die Menschen um einen und einige junge Männer wollen einem ganz freundlich (gegen Bezahlung) die Koffer tragen. Die grösste Erleichterung des Abends war es dann den Freiwilligen des Vorjahres und unserer Mentorin in die Arme zu laufen, die uns erstmal unser Gepäck abnahmen so das wir einmal durchatmen konnten.
Mit dem Taxi ging es dann zu einem Gästehaus der EEC in dem unser Einführungsseminar stattfinden sollte.
Die erste Woche beschäftigten wir uns dann mit verschiedenen Referenten z.B. mit Themen wie Gesundheit und Hygiene (sehr wichtig wenn man nicht in einem der Krankenhäuser oder einer Polyklinik landen möchte) der geschichte Kameruns, der Jugend Kameruns und vielem Mehr. Auszerdem ging es das erste Mal auf den Markt. Gerade meine Mitfreiwilligen können sich hier der Aufmerksamkeit kaum entziehen, da sie mit hren blonden Haaren noch exotischer sind als ich.
Am Ende dieser ersten Woche war es wirklich schwer in den Alltag entlassen zu werden, obschon wir auch hier noch sehr von Mentoren und Tutoren behütet werden.
Liebe Grüsze, lena

PS: verzeiht bitte falls es Tippfehler gibt, denn selbst die Tastatur ist hier anders ;-)

Dienstag, 26. Juli 2011

Warum man Freiraum braucht um zu fliegen

Diese Geschichte des argentinischen Autors, Psychotherapeuten und Gestallttherapeuten Jorge Bucay hörten wir in der Abschiedsrunde unseres Ausreisekurses.


Als er allmählich erwachsen wurde, nahm der Vater seinen Sohn beiseite und sagte zu ihm:
„Hör mal, mein Junge, nicht jeder von uns ist mit Flügeln auf die Welt gekommen wie du.
Natürlich kann dich niemand dazu zwingen zu fliegen, aber es wäre doch jammerschade, wenn du
die Flügel, die dir der liebe Gott geschenkt hat, nicht benutzen würdest und dein Leben lang ein
Fussgänger bleiben würdest.“
„Aber ich kann doch gar nicht fliegen“ antwortete der Sohn.
„Das stimmt...“ sagte der Vater und nahm in mit auf den Berg, von dessen Gipfel sie in die Tiefe
schauten.
„Siehst du mein Sohn, das ist die Leere. Wenn du fliegen willst, kommst du hierher, holst tief Luft,
springst in den Abgrund, breitest deine Flügel aus und du wirst fliegen.“
Der Sohn hatte Zweifel. „Und wenn ich abstürze?“
„Selbst wenn du abstürzt, wirst du nicht sterben. Du wirst höchstens ein paar Schrammen
abbekommen und für den nächsten Versuch gestärkt sein“, antwortete der Vater.
Der Sohn ging ins Dorf zurück um seine Freunde zu treffen, die Kameraden, mit denen er sein
ganzes Leben lang zu Fuss umhergezogen war.
Die Kleingeistigen unter ihnen sagten zu ihm: „Bist du verrückt? Wozu das Ganze? Dein Vater hat
doch nicht mehr alle .... Warum willst du fliegen? Lass doch den Blödsinn! Wer will schon fliegen!“
Die besten Freunde rieten ihm: „Vielleicht hat er ja Recht? Aber ist das nicht gefährlich? Warum
gehst du die Sache nicht langsam an? Versuch doch erst mal von einem Treppenabsatz zu
springen oder von einem Baum. Aber gleich von einem Berg?“
Der junge Mann nahm sich die Ratschläge der Menschen zu Herzen, denen er etwas bedeutete.
Er kletterte auf einen Baum, fasste allen Mut zusammen und sprang. Er breitete die Flügel aus,
schlug sie mit aller Kraft auf und ab, aber er sauste viel zu schnell zu Boden.
Mit einer riesigen Beule auf der Stirn begegnete er seinem Vater.
„Du hast mich angelogen, ich kann gar nicht fliegen! Ich hab es ausprobiert, und schau was
passiert ist! Ich bin nicht wie du. Meine Flügel sind nur zur Verzierung da.“
„Hör mal mein Sohn“, sagte der Vater. „Um fliegen zu können, muss man erst den nötigen
Freiraum schaffen, damit sich die Flügel ausbreiten können. Es ist wie beim Fallschirmspringen:
Vor dem Absprung brauchst du eine bestimmte Höhe.
Um fliegen zu können, muss man ein paar Risiken auf sich nehmen. Wenn du das nicht willst, lässt
du es am besten sein und bleibst dein Leben lang Fussgänger.“
Jorge Bucay


Erschienen 2007 in " Komm, ich erzähl dir eine Geschichte" von Jorge Bucay unter dem Titel "Flügel sind zum Fliegen da".

Liebe Grüße, Lena

Sonntag, 24. Juli 2011

Wie für mich gemacht

Ich befinde mich immernoch in Deutschland, aber dennoch gehörte der heutige morgen irgendwie schon zum Aufbruch mit dazu.
Nach Wochen habe ich es mal wieder geschafft, einen Gottesdienst einfach nur als Besucher mitzuerleben, da aufgrund der Schulferien kein Kindergottesdienst stattfindet.
Und irgendwie war der Gottesdienst einfach nur passend. Nachdem der Kanon in D-Dur von Pachelbel ( eines meiner absoluten Lieblingstücke)zu Beginn erklungen waren drehte sich der gesamte Gottesdienst um Aufbruch und Bewegung. Dies spiegelte sich schon in den Lieder wie "Vertraut den neuen Wegen" und " Von Guten Mächten " wieder.
Das Psalmgebet beinhaltete sowohl meinen Tauf- als auch meinen Konfirmationsspruch.
Auch die Predigt hätte nicht passender sein können. Da war die Rede vom Aufbruch, vom neuen, fremden Land und wie wichtig es ist manchmal alles hinter sich zu lasen ( und sich auch von den Eltern zu lösen).
Ein weiterer Schritt in Richtung Abflug ist gemacht, und dieser Gottesdienst war nochmal eine riesen Ermutigung für mein Auslandsjahr. Ein Link zur Predigt erfolgt noch sobald diese online ist, sodass jeder der mag nocheinmal nachlesen kann, was ich meinte ( würde ich jedem Freiwilligen empfehlen, es passt so gut zu uns :-) ).
Mit neuer Motivation mache ich mich an die letzten Vorbereitungen.
Viele liebe Grüße,
Lena

Dienstag, 19. Juli 2011

Der Countdown läuft....

Jetzt sind es nur noch knapp zweieinhalb Wochen und dann geht der Flieger nach Douala, Kamerun. Vor knapp einer Woche ging das Ausreiseseimnar des EED zuende, auf dem uns Freiwilligen noch einmal die wichtigsten Informationen über den EED, weltwärts und unsere Gastländer an die Hand gegben wurden. Außerdem bekamen wir eine Menge Anregungen, die uns auch das gesamte kommende Jahr begleiten werden.
Am vergangenen Wochenende war dann auch der Infoabend für den Unterstützerkreis. Damit wären die wichtigsten Termine schon abgeklappert.
Das Visum ist beantragt und angekommen, der Reisepass liegt bereit, alle Impfungen sind gemacht, die Malariaprophylaxe ist geplannt, die Unibewerbung abgeschickt, zahlreiche Bücher gelesen....
Und jetzt?
Naja, ein wenig gibt es doch noch zu tun. Es müssen noch einige Besorgungen gemacht werden,und bald müsen dann auch die Koffer gepackt werden. Doch was packt man denn so für ein Jahr ein?
Ich gebe zu, bisher kann ich mir noch nicht wirklich vorstellen, das ich in nicht einmal drei Wochen mehr als 6000 km von hier entfernt,in einem anderen Land, auf einem anderen Kontinent sein werde. Aber, ich freue mich doch riesig auf all das Neue.Liebe Grüße, noch aus Deutschland,
Lena