Seit dem hatten wir alle uns sehr darauf gefreut. Schon lange im Vorraus wurde geplant, dass Natalie aus Bafoussam zu uns nach Douala kommen würde so das wir alle gemeinsam dieses kulturelle hightlight erleben könnten.
Wie zu jeder größeren oder kleineren Veranstalltung ( von Beerdigungen, über die Presidentenwahl bis zum Weltfrauentag) gibt es auch für Ngondo jedes jahr einen besonderen Stoff der nur für diese Gelegenheit gedruckt wird.
Daher haben natürlich auch wir uns etwas von diesem Stoff gekauft und uns entsprechende Kabas schneidern lassen. Kabas sieht man auf den Straßen Doualas jeden Tag. Es sind sehr weite Kleider, die obwohl sie alle nach dem gleichen Grundschnittmuster gefertigt sind, immer wieder unterschiedlich aussehen, mal lange mal kurze Ärmel, unterschiedlichste Kragen etc.
Am Sonntag morgen ging es dann mit Madeleine und Emilienne zu "Base elf",großen Wiesen direkt am Wouriufer. Dort waren bereits Zelte und die obligantorischen Plastikstühle aufgebaut und uns wurde ein Platz zugewiesen.
Zum Programm gehörten: das Pirogenrennen ( riesige Kanus mit mindestens 20 Männern),
verschiedene tradiionelle Tänze, das Finale des Ringkampfes und natürlich die Befragung der Ahnen.
Ein Mann taucht mit einem großen Kessel auf den Grund des Wouri. Dort erwartet er die Botschaft der Ahnen, mit der er wieder an die Oberfläche kommt. Diese Botschaft bestimmt das gesamte nächste Jahr und ist Motto des nächsten Ngondo.Der Kessel wird dann einem der Chefs der verschiedenen Gruppen übergeben, in dem dieser ihn 9 mal ausgehändigt bekommt.
Das Moto des diesjährigen Ngondo war für mich ein ganz besonderes "Musango" auf deutsch Frieden.
Dieses Jahr dann ergab sich eine ganz besondere Situation, die Ahnen hatten kein neues Moto verkündet. Viel mehr soll das Moto Musango auch für das nächste Jahr vortgeführt werden.
Nach den Feiern am Woriufer ging es ins Stade d'Akwa, ein Sportstadion, in dem viele verschiedene Essensstände aufgebaut waren, bei denen eine Vielzahl kamerunischen Essens angeboten wurde: Poison brissé, Ndolé, Mjondo, Patate fritté und, und, und.
Außerdem gab es eine Bühne mit Livemusik, sodass wir bis 18 Uhr unter freiem Himmel tanzen konnten.
Dann hieß es aber auch scon nach Hause fahren, denn ab 18 Uhr wird es dunkel und damit nimmt die Sicherheit ganz eindeutig ab.
Alles in allem ein wunderschöner Tag und viele tolle Erinnerungen,
Liebe Grüße, lena
Marie, Hanna, zwei unbekannte und ich in der aus dem Motostoff gefertigten traditionelle
Kleidung (ja, auch die Männer tragen hier Röcke)
Im Kreis: Hanna, Emelienne, Marie, Natalie, Madleinne, Tatiana, Ich
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