Sonntag, 27. November 2011

Von Kamelkühen und Plastiktütenbäumen

Heute hieß es trotz Wochenende einigermaßen früh aufstehn. Mit gepacktem Rucksack ging es auf, zunächst mit Marie und Hanna bei Mobil Guinesse treffen um dann das nächste Taxi zu round point Deido zu nehmen. Von da aus fahren nämlich Taxen und PrivatPKWS die einen für ca 2000 CFA, also knapp 3,5 € pro Person nach Limbé fahren. Limbé liegt genau wie Douala an der Küste, ist jedoch einiges kleiner, ruhiger und hat im Gegensatz zu Douala schöne Strände zum Schwimmen.
Wir hatten sogar richtig Glück, statt wie oft zu viert auf dem Rücksitz eingequetsch zu werden durften wir drei es uns dort gemütlich machen, und so ging es los.
Über die Wouribrück nach Bonaberi, dem einzigen Stadtteil Doualas auf der anderen Seite des Flusses, dann rasu aus der Stadt und auf der Straße weiter ins Grüne. An uns flogen Kautschukplantagen, Palmen und der Regenwald, kleinere Städte und Radrennfahrer vorbei. Außerdem begegneten wir der ein oder anderen Kuhherde. Was mich an diesen besonders irritierte war das höckerähnliche Gebilde das die Kühe knapp nach dem Nacken auf dem Rücken trugen. Falls ein Biologie das hier liest, kann mir einer erklären was das ist?
Und dann natürlich noch die Plasticktütenbäume. Nein, natürlich wachsen hier nicht wirklich Plastiktüten auf den Bäumen, aber manchmal hatte es doch den Anschein.
In Wirklichkeit verbergen sich darinnen die Bananenstauden ( nennt man das so?).
Bei viel Wind und leichter Bewölkung kamen wir schließlich nach knapp 2 Stunden in Limbé an, das wir aber ziemlich schnell wieder hinter uns ließen, um uns auf dem Weg zu einem etwas außerhalb gelegenen Hotel zu machen. Dort konnten wir den wunderschönen Strand genießen. Der Sand der bei Ebbe zurückbleibt ist braun/schwarz, davor liegt Lavagestein, das in der Sonne unglaublich warm wird. Die Wellen waren so hoch, dass es nicht selten besser war unter ihnen her zu tauchen, war man nicht schnell genug brechen sie direkt über einem und ziehen einen mit. Ich hätte mich ewig von den Wellen so durchs Wasser werfen lassen können.
Um jedoch nicht im Dunkeln zurück zu fahren mussten wir uns recht früh wieder auf den Rückweg machen. War für Maries und meine Haut vielleicht auch nicht so schlecht, wir haben uns nämlich leider einen kleinen (oder auch nicht so kleinen) Sonnenbrand geholt. Aber dieser wunderschöne Tag macht das wieder wet.
Warum man im Hellen zurückfahren sollte zeigen die verschiedenen Autowracks am Straßenrand nur zu deutlich. Doch wir haben es ,diesmal etwas gequetscht, weil 4 Personen auf der Rückbank und im Gegensatz zur Hinfahrt auf der wir drei mal von der Polizei kontroliert wurden, ohne größere Unterbrechungen bis nach Douala geschafft.
Morgen geht es dann mit neuer Energie wieder an die Arbeit, weiter die Bücher registrieren bzw. neue Signaturen schreiben. An die 500 haben wir wohl schon, aber es sind noch einige übrig. Hoffen wir also das es morgen früh Strom gibt, damit der Computer auch arbeitsfähig ist.
Liebe Grüße und bis bald, Lena

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