Heute hieß es trotz Wochenende einigermaßen früh aufstehn. Mit gepacktem Rucksack ging es auf, zunächst mit Marie und Hanna bei Mobil Guinesse treffen um dann das nächste Taxi zu round point Deido zu nehmen. Von da aus fahren nämlich Taxen und PrivatPKWS die einen für ca 2000 CFA, also knapp 3,5 € pro Person nach Limbé fahren. Limbé liegt genau wie Douala an der Küste, ist jedoch einiges kleiner, ruhiger und hat im Gegensatz zu Douala schöne Strände zum Schwimmen.
Wir hatten sogar richtig Glück, statt wie oft zu viert auf dem Rücksitz eingequetsch zu werden durften wir drei es uns dort gemütlich machen, und so ging es los.
Über die Wouribrück nach Bonaberi, dem einzigen Stadtteil Doualas auf der anderen Seite des Flusses, dann rasu aus der Stadt und auf der Straße weiter ins Grüne. An uns flogen Kautschukplantagen, Palmen und der Regenwald, kleinere Städte und Radrennfahrer vorbei. Außerdem begegneten wir der ein oder anderen Kuhherde. Was mich an diesen besonders irritierte war das höckerähnliche Gebilde das die Kühe knapp nach dem Nacken auf dem Rücken trugen. Falls ein Biologie das hier liest, kann mir einer erklären was das ist?
Und dann natürlich noch die Plasticktütenbäume. Nein, natürlich wachsen hier nicht wirklich Plastiktüten auf den Bäumen, aber manchmal hatte es doch den Anschein.
In Wirklichkeit verbergen sich darinnen die Bananenstauden ( nennt man das so?).
Bei viel Wind und leichter Bewölkung kamen wir schließlich nach knapp 2 Stunden in Limbé an, das wir aber ziemlich schnell wieder hinter uns ließen, um uns auf dem Weg zu einem etwas außerhalb gelegenen Hotel zu machen. Dort konnten wir den wunderschönen Strand genießen. Der Sand der bei Ebbe zurückbleibt ist braun/schwarz, davor liegt Lavagestein, das in der Sonne unglaublich warm wird. Die Wellen waren so hoch, dass es nicht selten besser war unter ihnen her zu tauchen, war man nicht schnell genug brechen sie direkt über einem und ziehen einen mit. Ich hätte mich ewig von den Wellen so durchs Wasser werfen lassen können.
Um jedoch nicht im Dunkeln zurück zu fahren mussten wir uns recht früh wieder auf den Rückweg machen. War für Maries und meine Haut vielleicht auch nicht so schlecht, wir haben uns nämlich leider einen kleinen (oder auch nicht so kleinen) Sonnenbrand geholt. Aber dieser wunderschöne Tag macht das wieder wet.
Warum man im Hellen zurückfahren sollte zeigen die verschiedenen Autowracks am Straßenrand nur zu deutlich. Doch wir haben es ,diesmal etwas gequetscht, weil 4 Personen auf der Rückbank und im Gegensatz zur Hinfahrt auf der wir drei mal von der Polizei kontroliert wurden, ohne größere Unterbrechungen bis nach Douala geschafft.
Morgen geht es dann mit neuer Energie wieder an die Arbeit, weiter die Bücher registrieren bzw. neue Signaturen schreiben. An die 500 haben wir wohl schon, aber es sind noch einige übrig. Hoffen wir also das es morgen früh Strom gibt, damit der Computer auch arbeitsfähig ist.
Liebe Grüße und bis bald, Lena
Sonntag, 27. November 2011
Montag, 21. November 2011
Ein bisschen Kultur ;-)
Manchmal merkt man kulturelle Unterschiede schon in kleinen Dingen. So wurde in einer Schule in Douala folgende Aufgabe gestellt:
Körperteil das man zum Tragen nutzt.
Und, was sind eure Antworten?
Während in Deutschland der Winter einbricht wird es hier immer noch wärmer, denn schließlich ist jetzt Trockenzeit. Bei Sonnenschein und Palmen voller Kokosnüsse und Papayas fällt es schwer zu glauben, dass es November ist.
Dennoch, auch hier beginnt in zwei Wochen der Weihnachtsmarkt. Das gibt es wohl weltweit ;-).
Liebste Grüße, Lena
Körperteil das man zum Tragen nutzt.
Und, was sind eure Antworten?
Während in Deutschland der Winter einbricht wird es hier immer noch wärmer, denn schließlich ist jetzt Trockenzeit. Bei Sonnenschein und Palmen voller Kokosnüsse und Papayas fällt es schwer zu glauben, dass es November ist.
Dennoch, auch hier beginnt in zwei Wochen der Weihnachtsmarkt. Das gibt es wohl weltweit ;-).
Liebste Grüße, Lena
Montag, 7. November 2011
Was lange währt wird endlich gut- eine Hochzeit in Kamerun
Einige die das hier lesen, haben vielleicht schon meine Rundmail gelesen. Für die ist dies nun eine Dopplung. Aber es gibt ja auch noch einige die den Blog, aber nicht die Rundmail lesen.
Am Freitag der vorletzten Woche waren Hanna, David und ich zu einer Hochzeit eingeladen. Einer der Angestellten der Schule hatte uns herzlich zu der Hochzeit seiner "kleinen Schwester" eingeladen. Er meinte das könnte für uns sehr schön sein so etwas mit zu erleben- womit er auch recht behalten sollte- vor allem, da sie einen Deutschen heirate.
Mit einer Stunde Verspätung machten wir uns gegen 13 Uhr an der Schule auf, Richtung Veranstalltungsort. Dieser befand sich in Bonaberi, dem Stadtviertel Doualas, das auf der anderen Seite der Wouribrücke liegt.
Dort angekommen, halfen wir kurz beim Aufbau der Musikanlage und dann hieß es zum ersten Mal warten. Das fiehl allerdings nicht wirklich schwer, da es sich um den schönsten Ort in ganz Douala handelte, den ich bisher gesehen habe. Man hatte fast den Eindruck man sei in einem Urlaubsparadies in der Karibik oder so gelandet: Palmen und Blumen überall, direkt am Ufer des Wouri auf dem die Fischer mit ihren Böötchen paddeln, oder Sand transportiert wird.
Als gegen 15 Uhr die Hochzeit beginnen sollte war außer uns noch keiner da. Erst gegen 15:30 bzw 16 Uhr trudelten die ersten Gäste ein.
Nach und nach füllten sich die Plätze, während es immer dunkler wurde, schließlich geht schon gegen 18 Uhr die Sonne unter. Vom Brautpaar war weiterhin keine Spur, dafür türmten sich über der Stadt die dunklen Wolken auf und Blitze begannen den Himmel zu erhellen.
Und dann hat uns das Gewitter doch erreicht, uns den Pavilion fast über dem Kopf weggepustet, sodass jeder eins, zwei Stühle unter den Arm geklemmt schnell in den Holzpavillion, der zum Gelände gehört, geflüchtet ist.
Dort trafen wir auch auf das Brautpaar. Das einzige Problem war nun, dass der Bürgermeister, der die Trauung leiten sollte noch immer auf der Brücke im Stau stand.
Manchmal scheint es hier als ob das Lösen eines Problems gleich das nächste heraufbeschwöre. So fiehl, als der Bürgermeister dann endlich da war, der Strom aus.
Wenn ich mir eine deutsche Hochzeitsgesellschaft vorstelle würde nun vermutlich folgendes passieren: die Braut wäre in Tränen ausgebrochen, der Bräutigam wütend und die Gäste generft, da sie schon über 4 Stunden warten mussten und kurz davor zu gehen.
Hier passierte folgendes: im Licht einiger Handys wurden Getränke verteilt, die Gäste unterhileten sich fröhlich und warteteten bis einige Kerzen besorgt waren und die trauung mit 6 Stunden Verspätung beginnen konnte.
Dann ging es los. Pünktlich zum " Hiermit erkläre ich euch..." ging das Licht wieder an.
Nun konnte der entspanntere Teil des Abends beginnen. Es gab ein Buffett mit einigen typisch kamerunischen Gerichten, eine tolle Hochzeitstorte, von der ich leider nicht sagen kann wie sie geschmeckt hat, denn zu diesem Zeitpunkt waren wir schon am Tanzen. Einfach mittendrinn. Mit toller Musik, unterm Sternenhimmel, am Flussufer und in netter Gesellschaft. Ein perfekter Abend, so einer von der Sorte, der am liebsten niemals Enden sollte.
Gegen 2 Uhr nachts hat er das dann aber doch.
Rundumglücklich ging es ab ins Bett.
Liebste Grüße, Lena
Am Freitag der vorletzten Woche waren Hanna, David und ich zu einer Hochzeit eingeladen. Einer der Angestellten der Schule hatte uns herzlich zu der Hochzeit seiner "kleinen Schwester" eingeladen. Er meinte das könnte für uns sehr schön sein so etwas mit zu erleben- womit er auch recht behalten sollte- vor allem, da sie einen Deutschen heirate.
Mit einer Stunde Verspätung machten wir uns gegen 13 Uhr an der Schule auf, Richtung Veranstalltungsort. Dieser befand sich in Bonaberi, dem Stadtviertel Doualas, das auf der anderen Seite der Wouribrücke liegt.
Dort angekommen, halfen wir kurz beim Aufbau der Musikanlage und dann hieß es zum ersten Mal warten. Das fiehl allerdings nicht wirklich schwer, da es sich um den schönsten Ort in ganz Douala handelte, den ich bisher gesehen habe. Man hatte fast den Eindruck man sei in einem Urlaubsparadies in der Karibik oder so gelandet: Palmen und Blumen überall, direkt am Ufer des Wouri auf dem die Fischer mit ihren Böötchen paddeln, oder Sand transportiert wird.
Als gegen 15 Uhr die Hochzeit beginnen sollte war außer uns noch keiner da. Erst gegen 15:30 bzw 16 Uhr trudelten die ersten Gäste ein.
Nach und nach füllten sich die Plätze, während es immer dunkler wurde, schließlich geht schon gegen 18 Uhr die Sonne unter. Vom Brautpaar war weiterhin keine Spur, dafür türmten sich über der Stadt die dunklen Wolken auf und Blitze begannen den Himmel zu erhellen.
Und dann hat uns das Gewitter doch erreicht, uns den Pavilion fast über dem Kopf weggepustet, sodass jeder eins, zwei Stühle unter den Arm geklemmt schnell in den Holzpavillion, der zum Gelände gehört, geflüchtet ist.
Dort trafen wir auch auf das Brautpaar. Das einzige Problem war nun, dass der Bürgermeister, der die Trauung leiten sollte noch immer auf der Brücke im Stau stand.
Manchmal scheint es hier als ob das Lösen eines Problems gleich das nächste heraufbeschwöre. So fiehl, als der Bürgermeister dann endlich da war, der Strom aus.
Wenn ich mir eine deutsche Hochzeitsgesellschaft vorstelle würde nun vermutlich folgendes passieren: die Braut wäre in Tränen ausgebrochen, der Bräutigam wütend und die Gäste generft, da sie schon über 4 Stunden warten mussten und kurz davor zu gehen.
Hier passierte folgendes: im Licht einiger Handys wurden Getränke verteilt, die Gäste unterhileten sich fröhlich und warteteten bis einige Kerzen besorgt waren und die trauung mit 6 Stunden Verspätung beginnen konnte.
Dann ging es los. Pünktlich zum " Hiermit erkläre ich euch..." ging das Licht wieder an.
Nun konnte der entspanntere Teil des Abends beginnen. Es gab ein Buffett mit einigen typisch kamerunischen Gerichten, eine tolle Hochzeitstorte, von der ich leider nicht sagen kann wie sie geschmeckt hat, denn zu diesem Zeitpunkt waren wir schon am Tanzen. Einfach mittendrinn. Mit toller Musik, unterm Sternenhimmel, am Flussufer und in netter Gesellschaft. Ein perfekter Abend, so einer von der Sorte, der am liebsten niemals Enden sollte.
Gegen 2 Uhr nachts hat er das dann aber doch.
Rundumglücklich ging es ab ins Bett.
Liebste Grüße, Lena
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