Seit zwei Stunden ist es hier schon stockduster und von irgendwo in der Nähe klingen ein Klavier und der gesang eines Chores herüber. Die Nächte hier in Douala scheinen nie still zu sein. Oft trommelt der Regen auf das Dach und die Insekten zirpen und summen um die Wette, was wirklich ein unglaubliches Geräusch ist, vor allem die Lautstärke. Außerdem hört man hier bei uns fast jeden Abend Musik, mal ist es ein Chor, mal Partymusik, mal hört es sich an als Rufe ein Muezzin.
Auch der Tag heute gehörte nicht wirklich zu den ruhigen. Da es Wasser gab und mal ein bisschen Zeit habe ich diesen glückichen Umstand genutzt um zu Waschen, natürlich mir der Hand und mit kaltem Wasser. Da kommt es dann auch vor, dass man am Ende des Tages Blasen an den Fingerknöcheln vom Schrubben hat.
Außerdem waren wir unten an der großen Straße Gemüse kaufen und ich haben mich erkundigt wie viel ein Kleid kosten würde, was gar nicht mal so viel ist, so dass ich hoffe mir bald eins kaufen zu können ( ich mach Photots, versprochen).
Unsere unglaublich niedliche kleine Nachbarin hat uns dann auch dabei geholfen zu identifizieren, was uns unsere Vorgänger hinterlassen haben. Bei dem einen handelt es sich um ein Kraut aus dem sich Henna herstellen lässt. Das andere sind getrocknete, tiefrote Blüten ( wir vermuten Hibiskus, leider hab ich den französischen Namen schon wieder vergessen)aus denen sich eine Getränk herstellen lässt. Dafür werden die Blüten in Wasser gekocht, und dann wird das ganze mit Zucker abgeschmeckt und gesüßt. Die Farbe ist wirklich klasse und der Geschmack auch.
Ich werde jetzt noch ein wenig dieses lecker Getränk und vielleicht eins zwei Scheiben frittierte Kochbananen genießen, und dann, mel sehen wie ruhig es ist, und ob man schlafen kann.
Gute Nacht und bis bald,Lena
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